Tram Affoltern

Vorprojektierung Tram Affoltern kann starten

30. Mai 2017, Medienmitteilung, Departement der Industriellen Betriebe

Das Tram Affoltern nimmt langsam weiter Fahrt auf: Die VBZ haben dem ZVV einen Antrag zur Finanzierung der Vorprojektierung eingereicht. Dies nach Abschluss der Machbarkeitsstudie unter der Leitung des TED. Die VBZ streben eine Inbetriebnahme der neuen Tramlinie auf Dezember 2025 an.

Die Netzentwicklungsstrategie 2030 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sieht als nächsten Ausbauschritt eine Tramverbindung nach Affoltern vor. Ende 2016 hat das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED) der Stadt Zürich eine entsprechende Machbarkeitsstudie abgeschlossen. Danach hat die Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich die VBZ aufgefordert, den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) um die Finanzierung der Vorprojektierung zu ersuchen. Diesen Antrag haben die VBZ nun eingereicht. Gleichzeitig geht die Verantwortung für das Projekt wieder vom TED an das Departement der Industriellen Betriebe (DIB) zurück. Den Vorsitz in der Projektaufsicht wird die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich wahrnehmen.

In der Machbarkeitsstudie wurden für die einzelnen Schlüsselstellen in der Linienführung machbare Varianten aufgezeigt. Diese wurden an zwei Informationsveranstaltungen (19. April 2016 und 27. Oktober 2016) im Quartier vorgestellt. Es hat sich gezeigt, dass für die gesamte Strecke vom Radiostudio bis ins Holzerhurd eine Lösung gefunden werden konnte, welche den Anforderungen des ÖV, aber auch denen des Fuss-, Velo- und Autoverkehrs gerecht wird und mit einer oberirdischen Verkehrsführung am Zehntenhausplatz eine attraktive Gestaltung über die ganze Linienführung ermöglicht. Beim Autoverkehr können die heutigen Kapazitäten annähernd gewährleistet werden.

Die Planungsleistungen und die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Stadt werden in einem Leistungsauftrag zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, vertreten durch den ZVV, und der Stadt Zürich, vertreten durch die VBZ, geregelt. Die Mittel werden vom Regierungsrat freigegeben. Aktuell erarbeiten die VBZ die Submissionsunterlagen. Die erforderlichen Vergaben können voraussichtlich bis Ende 2017 erfolgen. Die Resultate des Vorprojekts dienen als Basis für die Eingabe im Rahmen des Agglomerationsprogramms der vierten Generation und damit für eine Mitfinanzierung durch den Bund. Allerdings ist bei der angespannten finanziellen Situation des Kantons noch ungewiss, ob und wann die Mittel für die weitere Planung und Umsetzung des Projektes bereitgestellt werden können. Die VBZ streben eine Inbetriebnahme der neuen Tramlinie auf Dezember 2025 an.

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Die Stadt Zürich zählt heute gut 400’000 Einwohner. Bis 2030 werden es laut Prognosen rund 500‘000 sein. Auch Affoltern wird noch weiter wachsen. Heute leben rund 26’000 Menschen im Quartier, bis 2030 sollen es rund 31’500 Einwohner sein. Mit dem Wachstum der Stadt werden die VBZ mehr Fahrgäste befördern. Die VBZ rechnen bis 2030 mit einem Plus von 30 Prozent Kundinnen und Kunden. Das erfordert einen Ausbau des Tram- und Busnetzes sowie die Steigerung von Effizienz und Kapazitäten. Die wichtigsten Ausbauschritte werden in der VBZ-Netzentwicklungsstrategie 2030 aufgezeigt. Wesentliches Element der Strategie ist eine Tramlinie für Affoltern.

Trotz des dichten Angebots stösst dort das Bussystem an seine Grenzen. So sind vor allem auf der Linie 32 mehrere Fahrten am Morgen sehr hoch ausgelastet. Mit einer Taktverdichtung würde die Gefahr noch grösser, dass sich die Busse gegenseitig einholen, gerade auch aufgrund der Stausituation an der Wehntalerstrasse. Die Busse verlieren hier häufig fünf Minuten und mehr, was die Attraktivität des Angebots insgesamt einschränkt. Eine echte Verbesserung kann deshalb nur ein Tram bringen, welches auf eigener Spur einen zuverlässigen Betrieb zulässt und ausreichend Kapazität bietet.

Es ist vorgesehen, die Tramlinie 11 vom Bucheggplatz her nach Affoltern zu führen. Der 11er bietet eine direkte Verbindung zum Schaffhauserplatz und zum Hauptbahnhof, in die Bahnhofstrasse und weiter zum Bellevue und in die Forchstrasse. Den heutigen Linienast des 11ers nach Auzelg übernimmt die Tramlinie 15.

Kommt bald das Tram nach Affoltern?

 
ZüriNews - Dienstag, 30. Mai 2017  Kommt bald das Tram nach Affoltern? 30/05/2017

Fristerstreckung abgelehnt

16.03.2017
Der Zürcher Gemeinderat hat schon vor Jahren eine neue Tramlinie ins stark wachsende Quartier Affoltern gefordert. Nun braucht der Stadtrat zum dritten Mal eine Fristerstreckung.
Der Zürcher Gemeinderat hat an der Sitzung vom 15. März 2017 die sofortige materielle Behandlung mit 18 gegen 101 Stimmen (bei 0 Enthaltungen) abgelehnt und die Weisung an die Spezialkommission Sicherheitsdepartement/Verkehr (SK SID/V) überwiesen.

Weiter warten aufs Tram nach Affoltern

Quartier ärgert sich über Verzögerungen

von Adi Kälin / 14.3.2017, 20:34 Uhr
Neue Zürcher Zeitung 15.03.17 / Nr. 62 / Seite 20 / Teil 01 | ©NZZ AG

 

Der Zürcher Gemeinderat hat schon vor Jahren eine neue Tramlinie ins stark wachsende Quartier Affoltern gefordert. Nun verlangt der Stadtrat zum dritten Mal mehr Zeit, um die Forderung zu erfüllen.

In wenigen Jahren hat sich die Bevölkerungszahl des Zürcher Quartiers Affoltern um mehrere tausend erhöht – mit den entsprechenden Folgen für die Infrastruktur. Der Schulhausbau konnte lange nicht mit der stets wachsenden Zahl von Kindern mithalten. Nun ist es der öffentliche Verkehr, der unter den zunehmenden Passagierzahlen ächzt. Die Busse sind morgens vielfach überfüllt – und stecken erst noch häufig im Stau, weil sie keine eigenen Spuren haben.

Warten auf den Verkehrsverbund

Grundsätzlich ist zwar die Notwendigkeit einer Tramlinie nach Affoltern erkannt, und auch die Linienführung ist bereits bestimmt worden. Das Tram soll den heutigen Betrieb des 32er-Busses ersetzen. Doch mit der konkreten Umsetzung des Projekts harzt es seit Jahren.

Der Zürcher Gemeinderat hat im Sommer 2013 eine Motion an den Stadtrat überwiesen, in dem dieser aufgefordert wird, verbindliche Pläne für die neue Tramlinie auszuarbeiten. Dafür hätte er zwei Jahre Zeit gehabt. Doch nun verlangt er bereits zum dritten Mal eine Fristerstreckung für die Erfüllung der gemeinderätlichen Forderung.

Der Stadtrat verweist in seiner Begründung vor allem auf den Verkehrsverbund, der vermutlich erst im September Leistungsauftrag und Finanzierungszusage liefern werde. Das Vorprojekt sollte dann ab Februar 2018 angepackt werden können. Wegen der komplexen Anforderungen und der Koordination mit dem Kanton sei es also unmöglich, die Motion bis Juni 2017 zu erfüllen.

Gemeinderat wird murrend zustimmen

SP-Gemeinderat Hans Jörg Käppeli, der die Motion zusammen mit Thomas Wyss eingereicht hatte, ist enttäuscht von der Begründung des Stadtrats: Er verstehe nicht, warum es weitere Monate brauche, bis der Kanton den Startschuss fürs Projekt gebe. Zudem werde offenbar erst jetzt ein Planer für das neue Tram gesucht. Es bewirke wohl nichts mehr, wenn man dem Stadtrat die weitere Fristverlängerung verweigere, sagt Käppeli. Aber der Gemeinderat werde am Mittwoch wohl noch einmal seinem Unmut Luft machen.

Auch aus dem Quartier ist dieser Unmut zu vernehmen. In einer Medienmitteilung hält die Kerngruppe Affoltern, dem unter anderen der Quartierverein, der Gewerbeverein und Quartiertreffpunkte angehören, klar fest, dass es so nicht weitergehen könne. Auf der Wehntalerstrasse müssten nun als Übergangslösung sofort die Spuren eingerichtet werden, auf denen Busse bevorzugt werden könnten. «Die Bevölkerung von Affoltern will Lösungen – und dies in Bälde», heisst es in einer Medienmitteilung.

Ein Knackpunkt des Projekts, die Verbindungen beim Zehntenhausplatz, konnte immerhin gelöst werden. Bei einer Veranstaltung im Quartier war eine deutliche Mehrheit dafür, die Spuren oberirdisch zu verknüpfen und keine Unterführung für die Autos zu bauen. Dafür sprachen unter anderen die um achtzig Millionen Franken geringeren Kosten.

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Stellungnahme zum Tram Affoltern

Zu den beiden Varianten am Zehntenhausplatz – Unterführung beziehungsweise oberirdische Lösung – nehmen Kerngruppe (Quartierentwicklungsgruppe) Affoltern und die Vorstände des Gewerbevereins Affoltern und des Quartiervereins Affoltern wie folgt Stellung.

Die Kerngruppe Affoltern bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Quartier- vereins, des Gewerbevereins, des Gemeinschaftszentrums, der IG Hürst, des Quartiertreffs Zehntenhaus sowie Mietern, Genossenschaftern und Eigentümern bevorzugt klar die oberirdische Lösung. Die Gründe sind wie folgt:

  • Eine Unterführung ist nicht zeitgemäss. Der Zehntenhausplatz würde zu einer «zweistöckigen Verkehrsmaschine» und somit attraktiv für zusätzlichen Durchgangsverkehr
  • Der Zehntenhausplatz wird auch bei einer Unterführung nicht verkehrsfrei
  • Tram und motorisierter Individualverkehr müssen sich vor dem Zehntenhausplatz (stadtauswärts) im Fall einer Unterführung kreuzen, das heisst das Tram muss von der Mitte auf die Seite wechseln und Autofahrer, die durch die Unterführung wollen, von der Seite in die Mitte
  • Die Liegenschaften entlang der beiden je ca. 100 m langen Rampen werden aufgrund starker Immissionen abgewertet
  • Die Rampen sind für die nächsten 100 Jahre betoniert. Man weiss aber nicht, wie sich unser Quartier sowie das Mobilitätsverhalten in Zukunft entwickeln werden
  • Eine Unterführung verursacht zusätzliche Kosten von 80 Millionen Franken

Auch der Vorstand des Gewerbevereins Affoltern bevorzugt klar die oberirdische Lösung. Insbesondere für die Gewerbler am Zehntenhausplatz würde eine Unterführung zudem bedeuten, dass Kunden oder potentielle Kunden in Zukunft unterirdisch «an den Gewerbebetrieben vorbeifahren würden».

Der Vorstand des Quartiervereins Affoltern befürwortet knapp mehrheitlich ebenfalls eine oberirdische Lösung. Er ist der Meinung, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben.

  • Eine Unterführung, die das Quartier wegen der Rampen auf beiden Seiten des Zehntenhausplatzes über weite Strecken trennt, ist nicht wünschenswert
  • Eine Unterführung bringt eine Entlastung für den Zehntenhausplatz
  • Für ganz Affoltern ist eine Unterführung jedoch kein Vorteil, da diese auch Durchgangsverkehr anziehen wird

Oktober 2016

Kerngruppe Affoltern | Gewerbeverein Zürich-Affoltern | Quartierverein Zürich-Affoltern

Quartierveranstaltung vom 27. Oktober 2016

Im Rahmen einer zweiten Quartierveranstaltung präsentierten die Stadträte Türler und Leutenegger den aktuellen Stand der Planung des Trams Affoltern mit Fokus auf den Zentrumsbereich. Stadtrat Filippo Leutenegger erläuterte im Detail die zwei Varianten der Tramführung für den Zehntenhausplatz. Das Quartier konnte sich zu diesen äussern. Die im Quartier gezeigte Präsentation sowie die Informationen an den Saalwänden finden sie hier.

Machbarkeitsstudie Tram Affoltern (PDF, 1 MB)
Darstellungen auf den Stellwänden (PDF, 1 MB)

Die detaillierten Pläne finden Sie auf der Homepage des Tiefbauamtes.

Am Schluss wurde die anwesende Quartierbevölkerung nach ihrer Meinung gefragt. Es ist klar erkenntlich, dass die Variante à Niveau überzeugt hat.

www.stadt-zuerich.ch/vbz/de/index/die_vbz/die_unternehmensentwicklung/tram-affoltern.html

Quartierveranstaltung vom 19. April 2016

Das Tram Affoltern soll voraussichtlich 2027 vom Holzerhurd über die Wehntalerstrasse zum Radiostudio und über den Bucheggplatz in die City fahren. Für 2030 ist vorgesehen diese Linie mit einem Tram (Nordtangente) vom Holzerhurd über Oerlikon nach Stettbach zu ergänzen.
Das Tiefbauamt der Stadt Zürich hat zum Tram Affoltern eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Am Zehntenhausplatz stehen  zwei Varianten in der engeren Wahl. Entweder alle Verkehrsträger oberirdisch oder mit einer Unterführung für den Durchgangsverkehr.
 

Im Rahmen der Quartierveranstaltung am 19. April 2016 präsentierten die Stadträte Türler und Leutenegger den aktuellen Stand der Planung des Trams Affoltern und das weitere Vorgehen. Stadtrat Filippo Leutenegger erläuterte im Detail die Ergebnisse der Machbarkeitstudie. Die im Quartier gezeigte Präsentation und die dazugehörigen Pläne finden sie hier.

Präsentation (PDF, 42 Seiten, 7.0 MB)

Plan Abschnitt 1 Niveau (PDF, 1 Seite, 4.3 MB)

Plan Abschnitt 1 Unterführung (PDF, 1 Seite, 4.6 MB)

Plan Abschnitt 2 (PDF, 1 Seite, 4.5 MB)

 

Tiefbauamt Aktuell

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