Tram Affoltern

Vermessungsarbeiten starten

Verkehrsbetriebe Zürich, Communiqué
Zürich, 5. Juni 2018

Tram Affoltern: Vermessungsarbeiten starten

Anfang März 2018 starteten die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) die Arbeiten für das Vorprojekt Tram Affoltern. Die neue Tramlinie schafft eine direkte Anbindung von Affoltern via Bucheggplatz an die Innenstadt und begegnet damit der steigenden ÖV-Nachfrage im wachsenden Quartier Affoltern. Ab Juni 2018 finden erste Ver-messungsarbeiten und im Juli Gespräche mit Vereinen aus den Quartieren statt.

Vermessungsarbeiten und Mitwirkung der Bevölkerung

Ab dem 11. Juni 2018 finden erste Vermessungsarbeiten in der Wehntalerstrasse zwischen der Hofwiesenstrasse und Holzerhurd statt. Die Arbeiten beinhalten Geländeaufnahmen innerhalb der Bauli-nie und den angrenzenden Bereichen. Die Vermessungsarbeiten wer-den abschnittsweise durchgeführt und starten im Bereich Holzerhurd. Die Anwohnerinnen und Anwohner in den einzelnen Abschnitten wer-den rechtzeitig in einem Schreiben über die Arbeiten informiert. Die Vermessungsarbeiten liefern die erforderlichen Grundlagen für die Projektierung von Fahrspuren, Tramgleisen, Haltestellen, Geh- und Radwegen, für die Projektierung der Gestaltung des Strassenraums sowie für eine Kostenschätzung. 

Anfang Juli werden Vertreterinnen und Vertreter der Quartiervereine eingeladen, um deren Erwartungen und Bedürfnisse abzuklären. Im 

Rahmen dieser Veranstaltung werden der Stand des Projekts, die nächsten Schritte sowie die Möglichkeiten im Mitwirkungsprozess für die Bevölkerung aufgezeigt. Weitere Veranstaltungen werden mit dem Fortschritt des Projekts folgen. 

Die Resultate aus dem Vorprojekt, das Ende 2019 abgeschlossen sein soll, bilden die Grundlage für das Infrastrukturkonzessionsge-such, das beim Bundesamt für Verkehr Anfang 2020 eingereicht wer-den soll.

Mitfinanzierung des Bundes im Agglomerationsprogramm wird angestrebt 

Der Kanton Zürich hat das Tramprojekt zudem beim Bund zur Mitfi-nanzierung beantragt. Bis 2020 muss dafür ein abgeschlossenes Vor-projekt vorliegen, wenn der Kanton die Agglomerationsprogramme der 4. Generation einreicht. Ziel ist es, Priorität A im Agglomerationspro-gramm der 4. Generation zu erlangen. Der Bund finanziert die Pro-jekte der 4. Generation neu erst ab 2024. 

Werkleitungsbauten 

Ebenfalls neu kommt hinzu, dass im Sinne der Koordination, gleich-zeitig mit dem Bau der Tramlinie umfangreiche Werkleitungsbauten vorgenommen werden sollen. Die Bauarbeiten werden deshalb vo-raussichtlich etwa dreieinhalb statt zweieinhalb Jahre dauern und die neue Tramlinie frühestens 2027 den Betrieb aufnehmen. 

Linienführung vom Radiostudio bis ins Holzerhurd 

Es ist vorgesehen, die Tramlinie 11 zukünftig ab dem Radiostudio bis ins Holzerhurd zu führen. Das Tram Affoltern wird in diesem Abschnitt die Trolleybuslinie 32 ersetzen, die zukünftig am Bucheggplatz endet. Die Buslinien 61 und 62 verkehren auch weiterhin auf der Wehnta-lerstrasse und können das Tramtrassee befahren. Den heutigen Li-nienast des 11ers nach Auzelg übernimmt dann die Tramlinie 15.

 

Netzentwicklungsstrategie «züri-linie 2030»

Das Tram Affoltern ist ein zentrales Element der Netzentwicklungs-strategie «züri-linie 2030» der VBZ. Mit der Strategie sollen die Vo-raussetzungen geschaffen werden, um Zürichs künftigen Mobilitätsbe-dürfnissen gerecht zu werden. 

Das Tram Affoltern – City

Affoltern ist ein bedeutendes Entwicklungsgebiet im Nordwesten der Stadt Zürich und in der Vergangenheit stark gewachsen. Heute zählt das Gebiet rund 26‘000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie 3‘900 Beschäftigte. Das sind rund 40 Prozent mehr Menschen als vor 15 Jahren. Bis ins Jahr 2030 sollen nochmals 7‘000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie rund 7‘000 Arbeitsplätze hinzukommen. Viele der Neuzuzüger nutzen den ÖV, und so steigen erfreulicherweise auch die Fahrgastzahlen auf den Buslinien in Affoltern spürbar an. Die Busse sind deshalb schon heute während der Spitzenzeiten stark aus-gelastet. Mit der weiteren Zunahme reichen selbst die Kapazitäten der Doppelgelenkbusse der Linie 32, die in den Spitzenzeiten im 6-Minu-ten-Takt verkehren, bald nicht mehr aus. Die neue Tramlinie schafft eine direkte Anbindung von Affoltern an die Innenstadt und begegnet damit der steigenden ÖV-Nachfrage im wachsenden Quartier Affol-tern. Die Tramlinie soll von der Haltestelle Radiostudio mittig entlang der Wehntalerstrasse über die Glaubtenstrasse und den Zehnten-hausplatz bis Holzerhurd führen.

 

Medienkontakt VBZ: Diane Illi, 044 411 47 33, diane.illi@vbz.ch

Weitere Informationen: www.vbz.ch/affoltern

Projektierungsstart Tram Affoltern
communiqué 05.03.2018 Verkehrsbetriebe Zürich

Anfang März 2018 starten die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) die Arbeiten für das Vorprojekt Tram Affoltern. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat zu diesem Zweck einen Staatsbeitrag von rund 5.1 Mio. Franken bewilligt. Die VBZ streben eine Inbetriebnahme der neuen Tramlinie auf Ende 2025 an.

Das Projekt Tram Affoltern geht Anfang März 2018 in die Vorprojektierung. Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die entsprechenden Planungsmittel Ende 2017 bewilligt. Im Rahmen des Vorprojektes soll die Planung, basierend auf der 2015/2016 durchgeführten Machbarkeitsstudie, weiter vorangetrieben und vertieft werden. Ziel des Vorprojektes ist es u.a., die genaue Lage der Fahrspuren, Tramgleise, Haltestellen, Geh- und Radwege wie auch die Gestaltung des Strassenraumes zu definieren und eine Kostenschätzung für das Vorprojekt zu erarbeiten. Ebenso werden im Vorprojekt die Bedürfnisse der betroffenen Anstösser sowie der von den öffentlichen und privaten Werken eingebrachte Erneuerungsbedarf im Projektperimeter mitberücksichtigt. Dieser Planungsschritt, in den auch die Affoltemer Bevölkerung eingebunden wird, soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Die Resultate aus dem Vorprojekt bilden zudem die Grundlage für das Infrastrukturkonzessionsgesuch, das beim Bundesamt für Verkehr anfangs 2020 eingereicht werden soll. Der Kanton Zürich hat das Tramprojekt beim Bund zur Mitfinanzierung beantragt. Bis 2020 muss dafür ein abgeschlossenes Vorprojekt vorliegen, wenn der Kanton die Agglomerationsprogramme der 4. Generation einreicht.

Linienführung vom Radiostudio bis ins Holzerhurd
Es ist vorgesehen, die Tramlinie 11 zukünftig ab dem Radiostudio bis ins Holzerhurd zu führen. Das Tram Affoltern wird in diesem Abschnitt die Trolleybuslinie 32 ersetzen, welche zukünftig am Bucheggplatz endet. Die Buslinien 61 und 62 verkehren auch weiterhin auf der Wehntalerstrasse und können die Tramtrassee befahren. Den heutigen Linienast des 11ers nach Auzelg übernimmt dann die Tramlinie 15.

Wichtige Planerverträge abgeschlossen
Für das Tram Affoltern wurden die Zuschläge für die projektierenden Ingenieurbüros erteilt, und zwar an die Ingenieurgemeinschaft SNZ Ingenieure und Planer AG zusammen mit dem Ingenieurbüro Heierli AG sowie die Ingenieurgemeinschaft Basler & Hofmann AG zusammen mit der Gruner Wepf AG. Die Mandate wurden nach Submissionsrecht öffentlich ausgeschrieben.

Netzentwicklungsstrategie «züri-linie 2030»
Das Tram Affoltern ist ein zentrales Element der Netzentwicklungsstrategie«züri-linie 2030» der VBZ. Mit der Strategie sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um Zürichs künftigen Mobilitätsbedürfnissen gerecht zu werden.

Direkt, pünktlich, schnell, bequem: Das Tram Affoltern – City
Affoltern ist ein bedeutendes Entwicklungsgebiet im Nordwesten der Stadt Zürich und in der Vergangenheit stark gewachsen. Heute zählt das Gebiet rund 26‘000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie 3‘900 Beschäftigte. Das sind rund 40 Prozent mehr Menschen als vor 15 Jahren. Bis ins Jahr 2030 sollen nochmals 7‘000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie rund 7‘000 Arbeitsplätze hinzukommen. Viele der Neuzuzüger nutzen den ÖV, und so steigen erfreulicherweise auch die Fahrgastzahlen auf den Buslinien in Affoltern spürbar an. Die Busse sind deshalb schon heute während der Spitzenzeiten stark ausgelastet. Mit der weiteren Zunahme reichen selbst die Kapazitäten der Doppelgelenkbusse der Linie 32, die in den Spitzenzeiten im 6-Minuten- Takt verkehren, bald nicht mehr aus. Somit ist das Tram für die stark nachgefragte Verbindung von Affoltern ins Stadtzentrum das geeignetere Verkehrsmittel. Die Tramlinie soll von der Haltestelle Radiostudio mittig entlang der Wehntalerstrasse über die Glaubtenstrasse und den Zehntenhausplatz bis Holzerhurd führen.

Medienkontakt VBZ: Diane Illi, 044 411 47 33, diane.illi@vbz.ch
Weitere Informationen: www.vbz.ch/affoltern
Ausgaben für das Vorprojekt bewilligt
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich
Sitzung vom 20. Dezember 2017
1222. Tram Affoltern (Vorprojekt einschliesslich Arbeiten für die Infrastrukturkonzession, Staatsbeitrag)
Mit Beschluss vom 15. Februar 2016 betreffend Grundsätze über die mittel und langfristige Entwicklung von Angebot und Tarif im öffentlichen Personenverkehr in den Jahren 2018–2021 legte der Kantonsrat fest, dass für das Tram Zürich Affoltern die Entscheidungsgrundlagen für den Start der Projektierungsarbeiten geschaffen werden sollen (Vorlage 5213a).
Affoltern ist ein bedeutendes Entwicklungsgebiet im Nordwesten der Stadt Zürich. Es ist in den vergangenen Jahren schnell gewachsen und weist mit rund 26 000 Einwohnerinnen und Einwohnern und rund 3900 Beschäftigten einen hohen Wohnanteil auf. Gemäss der städtischen Bau- und Zonenordnung bestehen zudem beträchtliche Ausnutzungsreserven für jeweils weitere 7000 Einwohnerinnen und Einwohner bzw. Arbeitsplätze. Affoltern wird neben dem S-Bahn-Angebot (S6, S21) mit verschiedenen Buslinien erschlossen, die bereits heute während der Hauptverkehrszeiten sehr gut ausgelastet sind. Auch die Strassenkapazitäten lassen in diesem Gebiet zu den Spitzenverkehrszeiten kein bedeutendes Nachfragewachstum mehr zu.
 
Vor diesem Hintergrund soll die Verkehrssituation in Affoltern durch eine neue Tramlinie verbessert werden. Geplant ist die Erstellung einer knapp 4 km langen Tramstrecke, welche die bestehende Tramlinie 11 (Rehalp–Bucheggplatz–Radiostudio–Bahnhof Oerlikon–Auzelg) ab der Haltestelle Radiostudio über die Wehntalerstrasse bis zur Endhaltestelle Holzerhurd führen wird. Die Trolleybuslinie 32 (Strassenverkehrsamt– Bucheggplatz–Holzerhurd) soll im Gegenzug nur noch bis Bucheggplatz (anstatt Holzerhurd) verkehren. Als Ersatz für die Tramlinie 11 zwischen den Haltestellen Radiostudio und Auzelg ist eine Verlängerung der bestehenden Tramlinie 15 (Bahnhof Stadelhofen–Bucheggplatz) ab Bucheggplatz über Bahnhof Oerlikon nach Auzelg vorgesehen. Mit diesem Ausbau können die bestehenden Kapazitätsengpässe auf der Trolleybuslinie 32 im Bereich der Wehntalerstrasse behoben und deutlich bessere Verbindungen von Affoltern in Richtung Innenstadt gewährleistet werden.
Die Verwirklichung einer neuen Tramlinie von Affoltern in die Innenstadt ist in der Netzentwicklungsstrategie «züri-linie 2030» der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) als mittelfristige Massnahme vorgesehen und wurde als solche in die 2. Generation der Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung des Bundes aufgenommen (vgl. RRB Nr. 576/2012). Gestützt darauf haben Kanton und Stadt Zürich am 12. März 2015 eine Umsetzungsvereinbarung unterzeichnet (Umsetzungsvereinbarung betreffend die Eisenbahninfrastrukturprojekte «Tramverbindung Hardbrücke», «Anpassungen Bahnhof Hardbrücke» und «Tramnetzergänzung Affoltern»).
 
2015 und 2016 wurde unter der Federführung des Tiefbauamts der Stadt Zürich in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Verkehr und dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) eine Machbarkeitsstudie zum Tram Affoltern erarbeitet. Die Ende 2016 abgeschlossenen Abklärungen kommen zum Ergebnis, dass das Vorhaben technisch machbar ist. Für den Streckenabschnitt im Bereich des Zehntenhausplatzes wurden zwei verschiedene Varianten ausgearbeitet und bezüglich der verkehrlichen und städtebaulichen Qualitäten sowie der Investitionskosten beurteilt. Bei der einen Variante wird ein Teil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) unter dem Zehntenhausplatz durchgeführt und auf dem Zehntenhausplatz ist ein Verkehrskreisel vorgesehen (Variante «Unterführung MIV»). Die andere Variante sieht einen Verlauf der Fahrspuren von Tram und MIV auf gleicher Höhe vor (Variante «à Niveau»). Gestützt auf den Variantenvergleich hat sich die Stadt Zürich für die Umsetzung der Variante «à Niveau» entschieden. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner von Affoltern haben diese Variante laut Angaben der Stadt Zürich bevorzugt. Auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie wird mit Kosten von 267 Mio. Franken (Kostengenauigkeit ±30%) für das Tram Affoltern einschliesslich Landerwerb gerechnet. Demgegenüber wäre die Variante «Unterführung MIV» mit 346 Mio. Franken rund 80 Mio. Franken oder 30% teurer.

Ausschlaggebend für die Variante «à Niveau» waren die bessere städtebauliche Eingliederung, die wesentlich günstigeren Kosten sowie die Tatsache, dass mit Anpassungen am Verkehrsregime eine ausreichende, aber leicht verminderte Kapazität für den MIV angeboten werden kann. Zum letzten Punkt gilt es zu beachten, dass der neue Art. 104 Abs. 2bis der Kantonsverfassung am 1. Februar 2018 in Kraft treten wird. Danach sorgt der Kanton für ein leistungsfähiges Staatsstrassennetz für den motorisierten Privatverkehr, und Verminderungen der Leistungsfähigkeit einzelner Abschnitte sind im umliegenden Strassennetz mindestens auszugleichen. Im Vorprojekt ist diesen Gesichtspunkten Rechnung zu tragen.
Der Regierungsrat hat in den Erwägungen zu seinem Antrag vom 21. Juni 2017 an den Kantonsrat betreffend Grundsätze über die mittel und langfristige Entwicklung von Angebot und Tarif im öffentlichen Personenverkehr in den Jahren 2020–2023 (Vorlage 5370) festgehalten, dass die Ausbauten im Tramnetz auf die Entwicklungsziele der Raumplanung, die Agglomerationsprogramme des Bundes sowie die Finanzierbarkeit durch den Kanton Zürich abzustimmen seien. Im Rahmen der Agglomerationsprogramme der 3. Generation (Zeithorizont 2019–2022) hat der Kanton Zürich die Tramverbindung Affoltern als mittelfristige Massnahme mit Realisierungshorizont 2023–2026 beim Bund eingegeben (RRB Nr. 1158/2016). Die Umsetzung soll dementsprechend im Rahmen der Agglomerationsprogramme der 4. Generation (Zeithorizont 2023–2026) erfolgen. In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Bundes für die Einreichung von Grossprojekten im Rahmen der Agglomerationsprogramme soll daher in den Jahren 2018 und 2019 unter der Federführung der VBZ ein Vorprojekt einschliesslich Kostenschätzung für das Tram Affoltern erstellt werden. Grundlage dafür bilden die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie. Nach Abschluss des Vorprojekts ist über das weitere Planungsprogramm zu entscheiden. Das Vorprojekt dient im Weiteren auch als Grundlage für das Gesuch um eine Infrastrukturkonzession, das im 1. Quartal 2020 beim Bundesamt für Verkehr eingereicht werden soll.
Die Kosten für das Vorprojekt, einschliesslich Erlangen der Infrastrukturkonzession, werden auf höchstens Fr. 5 077 300 veranschlagt. In diesem Betrag sind eine Reserve von 20% für Teuerung und Unvorhergesehenes sowie die Vorsteuerkürzung enthalten. Die VBZ können die Vorsteuer der Projektierung nicht zurückfordern, wenn diese durch eine Subvention finanziert wird. Über den Zeitplan und die Finanzierung der nachfolgenden Planungen ist später in Kenntnis der Kostenschätzung des Vorprojekts und der künftigen finanziellen Rahmenbedingungen des Kantons zu entscheiden.

Gemäss § 4 des Gesetzes über den öffentlichen Personenverkehr vom 6. März 1988 (PVG, LS 740.1) gewährt der Kanton Beiträge an Investitionen für feste Anlagen, die in Übereinstimmung mit der Angebotsplanung des Zürcher Verkehrsverbundes das Verkehrssystem oder den Betrieb erweitern oder verändern. Das Tram Affoltern erfüllt diese Voraussetzung. Dementsprechend soll ein Kantonsbeitrag zur Deckung der erwähnten Kosten von Fr. 5 077 300 gesprochen werden. Da es sich ausschliesslich um Planungs- und Projektierungskosten handelt, gilt der Beitrag im Sinnevon § 37 Abs. 2 lit. d des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung vom 9. Januar 2006 (CRG, LS 611) als gebundene Ausgabe. Die Investitionen werden grundsätzlich über den Verkehrsfonds finanziert (§ 30 PVG). Den VBZ werden nur die tatsächlich ausgegebenen Mittel bis höchstens Fr. 5 077 300 entschädigt.

Zwischen dem Kanton Zürich, handelnd durch die Volkswirtschaftsdirektion, und der Stadt Zürich, handelnd durch die VBZ, ist eine Leistungsvereinbarung vorgesehen. Sie regelt die Details zu Leistungen, Kosten und Terminen des Auftrags. Ausserdem hält sie die Zahlungsmodalitäten und das Controlling fest. Zur Unterzeichnung dieser Vereinbarung bedarf die Volkswirtschaftsdirektion einer entsprechenden Ermächtigung. Es ist vorgesehen, dass die VBZ die Mittel nach Abschluss der Leistungsvereinbarung beim Kanton Zürich entsprechend dem Planungsfortschritt abrufen kann.

Die beantragten Projektierungsmittel für das Tram Affoltern sind im KEF 2018–2021 in der Leistungsgruppe Nr. 5920, Verkehrsfonds, eingestellt (2018: 3,0 Mio. Franken, 2019: 3,0 Mio. Franken).

Auf Antrag der Volkswirtschaftsdirektion b e s c h l i e s s t  d e r  R e g i e r u n g s r a t :
I. Für die Erstellung des Vorprojekts und die Arbeiten zur Erlangung der Infrastrukturkonzession für das Tram Affoltern durch die Verkehrsbetriebe Zürich wird eine gebundene Ausgabe von höchstens Fr. 5 077 300 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 5920, Verkehrsfonds, bewilligt.
II. Die Volkswirtschaftsdirektion wird ermächtigt, die Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton Zürich, handelnd durch die Volkswirtschaftsdirektion, und der Stadt Zürich, handelnd durch die Verkehrsbetriebe Zürich, betreffend Vorprojekt einschliesslich der Arbeiten für die Infrastrukturkonzession für das Tram Affoltern zu unterzeichnen.
III. Mitteilung an die Verkehrsbetriebe Zürich, Luggwegstrasse 65, Postfach, 8048 Zürich, sowie an die Finanzdirektion und die Volkswirtschaftsdirektion.

Vor dem Regierungsrat
Der Staatsschreiber: Husi
Vorprojektierung Tram Affoltern kann starten 30. Mai 2017

30. Mai 2017, Medienmitteilung, Departement der Industriellen Betriebe

Das Tram Affoltern nimmt langsam weiter Fahrt auf: Die VBZ haben dem ZVV einen Antrag zur Finanzierung der Vorprojektierung eingereicht. Dies nach Abschluss der Machbarkeitsstudie unter der Leitung des TED. Die VBZ streben eine Inbetriebnahme der neuen Tramlinie auf Dezember 2025 an.

Die Netzentwicklungsstrategie 2030 der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sieht als nächsten Ausbauschritt eine Tramverbindung nach Affoltern vor. Ende 2016 hat das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED) der Stadt Zürich eine entsprechende Machbarkeitsstudie abgeschlossen. Danach hat die Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich die VBZ aufgefordert, den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) um die Finanzierung der Vorprojektierung zu ersuchen. Diesen Antrag haben die VBZ nun eingereicht. Gleichzeitig geht die Verantwortung für das Projekt wieder vom TED an das Departement der Industriellen Betriebe (DIB) zurück. Den Vorsitz in der Projektaufsicht wird die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich wahrnehmen.

In der Machbarkeitsstudie wurden für die einzelnen Schlüsselstellen in der Linienführung machbare Varianten aufgezeigt. Diese wurden an zwei Informationsveranstaltungen (19. April 2016 und 27. Oktober 2016) im Quartier vorgestellt. Es hat sich gezeigt, dass für die gesamte Strecke vom Radiostudio bis ins Holzerhurd eine Lösung gefunden werden konnte, welche den Anforderungen des ÖV, aber auch denen des Fuss-, Velo- und Autoverkehrs gerecht wird und mit einer oberirdischen Verkehrsführung am Zehntenhausplatz eine attraktive Gestaltung über die ganze Linienführung ermöglicht. Beim Autoverkehr können die heutigen Kapazitäten annähernd gewährleistet werden.

Die Planungsleistungen und die Zusammenarbeit zwischen Kanton und Stadt werden in einem Leistungsauftrag zwischen der Volkswirtschaftsdirektion, vertreten durch den ZVV, und der Stadt Zürich, vertreten durch die VBZ, geregelt. Die Mittel werden vom Regierungsrat freigegeben. Aktuell erarbeiten die VBZ die Submissionsunterlagen. Die erforderlichen Vergaben können voraussichtlich bis Ende 2017 erfolgen. Die Resultate des Vorprojekts dienen als Basis für die Eingabe im Rahmen des Agglomerationsprogramms der vierten Generation und damit für eine Mitfinanzierung durch den Bund. Allerdings ist bei der angespannten finanziellen Situation des Kantons noch ungewiss, ob und wann die Mittel für die weitere Planung und Umsetzung des Projektes bereitgestellt werden können. Die VBZ streben eine Inbetriebnahme der neuen Tramlinie auf Dezember 2025 an.

Direkt, pünktlich, schnell, bequem: Das Tram Affoltern – City

 

Die Stadt Zürich zählt heute gut 400’000 Einwohner. Bis 2030 werden es laut Prognosen rund 500‘000 sein. Auch Affoltern wird noch weiter wachsen. Heute leben rund 26’000 Menschen im Quartier, bis 2030 sollen es rund 31’500 Einwohner sein. Mit dem Wachstum der Stadt werden die VBZ mehr Fahrgäste befördern. Die VBZ rechnen bis 2030 mit einem Plus von 30 Prozent Kundinnen und Kunden. Das erfordert einen Ausbau des Tram- und Busnetzes sowie die Steigerung von Effizienz und Kapazitäten. Die wichtigsten Ausbauschritte werden in der VBZ-Netzentwicklungsstrategie 2030 aufgezeigt. Wesentliches Element der Strategie ist eine Tramlinie für Affoltern.

Trotz des dichten Angebots stösst dort das Bussystem an seine Grenzen. So sind vor allem auf der Linie 32 mehrere Fahrten am Morgen sehr hoch ausgelastet. Mit einer Taktverdichtung würde die Gefahr noch grösser, dass sich die Busse gegenseitig einholen, gerade auch aufgrund der Stausituation an der Wehntalerstrasse. Die Busse verlieren hier häufig fünf Minuten und mehr, was die Attraktivität des Angebots insgesamt einschränkt. Eine echte Verbesserung kann deshalb nur ein Tram bringen, welches auf eigener Spur einen zuverlässigen Betrieb zulässt und ausreichend Kapazität bietet.

Es ist vorgesehen, die Tramlinie 11 vom Bucheggplatz her nach Affoltern zu führen. Der 11er bietet eine direkte Verbindung zum Schaffhauserplatz und zum Hauptbahnhof, in die Bahnhofstrasse und weiter zum Bellevue und in die Forchstrasse. Den heutigen Linienast des 11ers nach Auzelg übernimmt die Tramlinie 15.

Kommt bald das Tram nach Affoltern? 30. Mai 2017

 
ZüriNews - Dienstag, 30. Mai 2017  Kommt bald das Tram nach Affoltern? 30/05/2017

Fristerstreckung abgelehnt 16.03.2017

16.03.2017
Der Zürcher Gemeinderat hat schon vor Jahren eine neue Tramlinie ins stark wachsende Quartier Affoltern gefordert. Nun braucht der Stadtrat zum dritten Mal eine Fristerstreckung.
Der Zürcher Gemeinderat hat an der Sitzung vom 15. März 2017 die sofortige materielle Behandlung mit 18 gegen 101 Stimmen (bei 0 Enthaltungen) abgelehnt und die Weisung an die Spezialkommission Sicherheitsdepartement/Verkehr (SK SID/V) überwiesen.

Weiter warten aufs Tram nach Affoltern

Quartier ärgert sich über Verzögerungen

von Adi Kälin / 14.3.2017, 20:34 Uhr
Neue Zürcher Zeitung 15.03.17 / Nr. 62 / Seite 20 / Teil 01 | ©NZZ AG

 

Der Zürcher Gemeinderat hat schon vor Jahren eine neue Tramlinie ins stark wachsende Quartier Affoltern gefordert. Nun verlangt der Stadtrat zum dritten Mal mehr Zeit, um die Forderung zu erfüllen.

In wenigen Jahren hat sich die Bevölkerungszahl des Zürcher Quartiers Affoltern um mehrere tausend erhöht – mit den entsprechenden Folgen für die Infrastruktur. Der Schulhausbau konnte lange nicht mit der stets wachsenden Zahl von Kindern mithalten. Nun ist es der öffentliche Verkehr, der unter den zunehmenden Passagierzahlen ächzt. Die Busse sind morgens vielfach überfüllt – und stecken erst noch häufig im Stau, weil sie keine eigenen Spuren haben.

Warten auf den Verkehrsverbund

Grundsätzlich ist zwar die Notwendigkeit einer Tramlinie nach Affoltern erkannt, und auch die Linienführung ist bereits bestimmt worden. Das Tram soll den heutigen Betrieb des 32er-Busses ersetzen. Doch mit der konkreten Umsetzung des Projekts harzt es seit Jahren.

Der Zürcher Gemeinderat hat im Sommer 2013 eine Motion an den Stadtrat überwiesen, in dem dieser aufgefordert wird, verbindliche Pläne für die neue Tramlinie auszuarbeiten. Dafür hätte er zwei Jahre Zeit gehabt. Doch nun verlangt er bereits zum dritten Mal eine Fristerstreckung für die Erfüllung der gemeinderätlichen Forderung.

Der Stadtrat verweist in seiner Begründung vor allem auf den Verkehrsverbund, der vermutlich erst im September Leistungsauftrag und Finanzierungszusage liefern werde. Das Vorprojekt sollte dann ab Februar 2018 angepackt werden können. Wegen der komplexen Anforderungen und der Koordination mit dem Kanton sei es also unmöglich, die Motion bis Juni 2017 zu erfüllen.

Gemeinderat wird murrend zustimmen

SP-Gemeinderat Hans Jörg Käppeli, der die Motion zusammen mit Thomas Wyss eingereicht hatte, ist enttäuscht von der Begründung des Stadtrats: Er verstehe nicht, warum es weitere Monate brauche, bis der Kanton den Startschuss fürs Projekt gebe. Zudem werde offenbar erst jetzt ein Planer für das neue Tram gesucht. Es bewirke wohl nichts mehr, wenn man dem Stadtrat die weitere Fristverlängerung verweigere, sagt Käppeli. Aber der Gemeinderat werde am Mittwoch wohl noch einmal seinem Unmut Luft machen.

Auch aus dem Quartier ist dieser Unmut zu vernehmen. In einer Medienmitteilung hält die Kerngruppe Affoltern, dem unter anderen der Quartierverein, der Gewerbeverein und Quartiertreffpunkte angehören, klar fest, dass es so nicht weitergehen könne. Auf der Wehntalerstrasse müssten nun als Übergangslösung sofort die Spuren eingerichtet werden, auf denen Busse bevorzugt werden könnten. «Die Bevölkerung von Affoltern will Lösungen – und dies in Bälde», heisst es in einer Medienmitteilung.

Ein Knackpunkt des Projekts, die Verbindungen beim Zehntenhausplatz, konnte immerhin gelöst werden. Bei einer Veranstaltung im Quartier war eine deutliche Mehrheit dafür, die Spuren oberirdisch zu verknüpfen und keine Unterführung für die Autos zu bauen. Dafür sprachen unter anderen die um achtzig Millionen Franken geringeren Kosten.

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Stellungnahme zum Tram Affoltern

Zu den beiden Varianten am Zehntenhausplatz – Unterführung beziehungsweise oberirdische Lösung – nehmen Kerngruppe (Quartierentwicklungsgruppe) Affoltern und die Vorstände des Gewerbevereins Affoltern und des Quartiervereins Affoltern wie folgt Stellung.

Die Kerngruppe Affoltern bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Quartier- vereins, des Gewerbevereins, des Gemeinschaftszentrums, der IG Hürst, des Quartiertreffs Zehntenhaus sowie Mietern, Genossenschaftern und Eigentümern bevorzugt klar die oberirdische Lösung. Die Gründe sind wie folgt:

  • Eine Unterführung ist nicht zeitgemäss. Der Zehntenhausplatz würde zu einer «zweistöckigen Verkehrsmaschine» und somit attraktiv für zusätzlichen Durchgangsverkehr
  • Der Zehntenhausplatz wird auch bei einer Unterführung nicht verkehrsfrei
  • Tram und motorisierter Individualverkehr müssen sich vor dem Zehntenhausplatz (stadtauswärts) im Fall einer Unterführung kreuzen, das heisst das Tram muss von der Mitte auf die Seite wechseln und Autofahrer, die durch die Unterführung wollen, von der Seite in die Mitte
  • Die Liegenschaften entlang der beiden je ca. 100 m langen Rampen werden aufgrund starker Immissionen abgewertet
  • Die Rampen sind für die nächsten 100 Jahre betoniert. Man weiss aber nicht, wie sich unser Quartier sowie das Mobilitätsverhalten in Zukunft entwickeln werden
  • Eine Unterführung verursacht zusätzliche Kosten von 80 Millionen Franken

Auch der Vorstand des Gewerbevereins Affoltern bevorzugt klar die oberirdische Lösung. Insbesondere für die Gewerbler am Zehntenhausplatz würde eine Unterführung zudem bedeuten, dass Kunden oder potentielle Kunden in Zukunft unterirdisch «an den Gewerbebetrieben vorbeifahren würden».

Der Vorstand des Quartiervereins Affoltern befürwortet knapp mehrheitlich ebenfalls eine oberirdische Lösung. Er ist der Meinung, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben.

  • Eine Unterführung, die das Quartier wegen der Rampen auf beiden Seiten des Zehntenhausplatzes über weite Strecken trennt, ist nicht wünschenswert
  • Eine Unterführung bringt eine Entlastung für den Zehntenhausplatz
  • Für ganz Affoltern ist eine Unterführung jedoch kein Vorteil, da diese auch Durchgangsverkehr anziehen wird

Oktober 2016

Kerngruppe Affoltern | Gewerbeverein Zürich-Affoltern | Quartierverein Zürich-Affoltern

Quartierveranstaltung vom 27. Oktober 2016

Im Rahmen einer zweiten Quartierveranstaltung präsentierten die Stadträte Türler und Leutenegger den aktuellen Stand der Planung des Trams Affoltern mit Fokus auf den Zentrumsbereich. Stadtrat Filippo Leutenegger erläuterte im Detail die zwei Varianten der Tramführung für den Zehntenhausplatz. Das Quartier konnte sich zu diesen äussern. Die im Quartier gezeigte Präsentation sowie die Informationen an den Saalwänden finden sie hier.

Machbarkeitsstudie Tram Affoltern (PDF, 1 MB)
Darstellungen auf den Stellwänden (PDF, 1 MB)

Die detaillierten Pläne finden Sie auf der Homepage des Tiefbauamtes.

Am Schluss wurde die anwesende Quartierbevölkerung nach ihrer Meinung gefragt. Es ist klar erkenntlich, dass die Variante à Niveau überzeugt hat.

www.stadt-zuerich.ch/vbz/de/index/die_vbz/die_unternehmensentwicklung/tram-affoltern.html

Quartierveranstaltung vom 19. April 2016
Das Tram Affoltern soll voraussichtlich 2027 vom Holzerhurd über die Wehntalerstrasse zum Radiostudio und über den Bucheggplatz in die City fahren. Für 2030 ist vorgesehen diese Linie mit einem Tram (Nordtangente) vom Holzerhurd über Oerlikon nach Stettbach zu ergänzen.
Das Tiefbauamt der Stadt Zürich hat zum Tram Affoltern eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Am Zehntenhausplatz stehen  zwei Varianten in der engeren Wahl. Entweder alle Verkehrsträger oberirdisch oder mit einer Unterführung für den Durchgangsverkehr.
 

Im Rahmen der Quartierveranstaltung am 19. April 2016 präsentierten die Stadträte Türler und Leutenegger den aktuellen Stand der Planung des Trams Affoltern und das weitere Vorgehen. Stadtrat Filippo Leutenegger erläuterte im Detail die Ergebnisse der Machbarkeitstudie. Die im Quartier gezeigte Präsentation und die dazugehörigen Pläne finden sie hier.

Präsentation (PDF, 42 Seiten, 7.0 MB)

Plan Abschnitt 1 Niveau (PDF, 1 Seite, 4.3 MB)

Plan Abschnitt 1 Unterführung (PDF, 1 Seite, 4.6 MB)

Plan Abschnitt 2 (PDF, 1 Seite, 4.5 MB)

 

Tiefbauamt Aktuell

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